Anders als in der Unter- und Mittelstufe ist das Musical in der Oberstufe nicht an den Oberstufenchor gekoppelt, sondern wird von der LLG-Musical-Company produziert und aufgeführt.
Die LLG-Musical-Company wurde im Herbst 2012 von Martin N. Spahr (ehemaliger Schüler der Schule) und Martin Ballmeier (aktueller Musiklehrer an der Schule) gegründet. Nach dem unerwartet großen Erfolg von „Käpt’n Chaos und der vielleicht allerletzte Kaiser„, welches von Schülerinnen und Schülern der Unter- und Mittelstufe aufgeführt wurde, entstand bei vielen zuschauenden Schülern der Oberstufe der Wunsch, auch einmal Teil eines solchen Projektes zu sein. Seitdem wurden in Zusammenarbeit mit außerschulischer fachlicher Unterstützung und professioneller Technik die Musicals „Fame“ (2013), „Jekyll & Hyde“ (2014) und „Natürlich blond“ (2016) realisiert. Weitere Informationen finden Sie unter: www.llg-musical-company.de


 

 

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„Natürlich Blond“ wurde 2007 am Broadway nach dem Film „Legally Blonde“ nach dem gleichnamigen Roman von Amanda Brown mit großem Erfolg als Musical aufgeführt.

Es geht um die blonde Elle Woods, die aus Liebe zu Warner Huntington III vom typischen It-Girl zur Top-Juristin an der Harvard Universität wird. Dank ihrer „Delta-Nu“-Verbindungsschwestern und der Hilfe des bodenständigen Tutors Emmett Forrest, schafft sie es sogar den kritischen Professor Callahan zu überzeugen und einen der heißbegehrten Praktikumsplätze im Verteidigerteam eines Mordprozesses zu ergattern.

GIESSEN - Reicher Szenenbeifall, Standing Ovations und ein dickes Lob der begeisterten Schulleiterin Antje Mühlhans markieren den Premierenabend in der Turnhalle des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums. Das 1990 von Frank Wildhorn (Musik) und Leslie Bricusse (Text) geschriebene Musical basiert auf R. L. Stevensons Klassiker, in welchem ein junger, ehrgeiziger Wissenschaftler am eigenen Leib versucht, das Gute vom Bösen im Menschen zu trennen. Bei diesem Experiment geht er zugrunde, nur das Publikum, wie in Gießen, ist schließlich der Gewinner.

GA11112114Das liegt an der effektvollen Dramaturgie der Vorlage und vor allem an der genialen Umsetzung auf der Bühne der Turnhalle. Regisseur Martin N. Spahr kann als musikalisch versierter Dirigent von Musicals genau in die Figuren und ihre Verhaltensweisen hineinhören. Er präsentiert eine in sich geschlossene Szene, die die Abgründe der menschlichen Seele sichtbar macht. Das wird optisch durch 194 (so Mühlhans) Lichteinstellungen grundiert. Vom nackten Arbeitslicht bis zum sündhaften Rot reflektiert die Bühne die Story, die ebenso intensiv erzählt wird durch eine mitreißende Choreografie. Theresa Gehring tippt an "Cabaret" Tingeltangel, Revuemomenten mit wirkungsvoll eingesetzten Schirmen und in der atemberaubenden Szene "Mörder, Mörder" mit leuchtenden Taschenlampen. 

Das große Ensemble ist über zweieinhalb Stunden lang ohne Energieverlust in Bewegung, zumal das technische Personal - wie die Heinzelmännchen - die Bühne flott umbaut. Ausstatter Markus Lepper (Kunstlehrer am LLG) beschränkt sich auf signifikante Versatzstücke wie im Laboratorium oder im Rotlichtmilieu und unterstützt so die Personenführung. Vor der Bühne spielt das Musicalorchester unter Martin Ballmeier: etwa zwanzig Stimmen mit Fagott, Posaune, Streicher, Keyboard und Percussion - ein satter Sound, nicht ständig in Harmonie mit dem Ensemble auf der Bühne. Gleichwohl, die gefühlvollen Balladen und fetzigen Chöre kommen rüber. Besonders einprägsam das Cello-Spiel zum Ende Jekylls, bei dem das Instrument den verlöschenden Atem hörbar macht. 

Sahnehäubchen unter den Solisten ist Tobias Conrad in der Doppelrolle Jekyll/Hyde. Schauspielerisch und gesanglich eine tief gefühlte Interpretation, ständig präsent den ganzen Abend, zerrissen zwischen Forschungsdrang und Hoffnungslosigkeit. In mehreren Rollen fällt die starke Stimme von Mathis Görke angenehm auf. Flankiert wird die Titelfigur durch seine treue Verlobte (Sabrina Ludwig, Doppelbesetzung: Bianca Poloschek) und die Prostituierte Lucy (Katrin Schwalb, Doppelbesetzung: Marijan Engeln). In "Nur sein Blick" vereinen sich beide hörenswerte Stimmen zu einem klangvollen Erlebnis.

"Dies ist die Stunde", bekennt Jekyll. Für das Publikum war dies die Stunde eines theatralischen Ereignisses.

Am 12. 14. und 15. November sind die letzten Vorstellungen. Karten kann man entweder im "Punkt und Strich" am Kirchenplatz kaufen oder im Internet unter llg-musical-company.de reservieren.

 

GA (11.11.14)

Eine von 240 Zuschauern bejubelte Premiere hat die Musical Company des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums mit dem Stück »Jekyll & Hyde« gefeiert. Das Bühnenwerk nach einer Novelle von Robert Louis Stevenson ist nur noch an drei Abenden zu sehen: Am Mittwoch, Freitag und Samstag jeweils ab 19.30 Uhr in der Schulturnhalle.

GA10112014Gut und Böse duellieren sich in dem Musical. Schauspielernd und singend bringen 60 Landgraf-Ludwig-Schüler sowie Ehemalige gefühlvolle Balladen und temporeiche Ensembleauftritte auf die Bühne. Der Wissenschaftler Dr. Henry Jekyll glaubt, ein Mittel gefunden zu haben, das Böse aus dem Menschen herauszutrennen. Doch ein Selbstversuch missglückt. Jekyll verwandelt sich in sein Alter Ego Edward Hyde, der mordend in den Straßen Londons sein Unwesen treibt. Es entspinnt sich ein spannender Thriller, der sich am Broadway als eines der erfolgreichsten Musicals erwies.

Eine im Besonderen körperlich anspruchsvolle Rolle hat Hauptdarsteller Tobias Conrad auszufüllen. Er spielt die zwei Seiten einer Person, Jekyll und Hyde – und hat so praktisch in jeder Szene einen Auftritt. Die Herausforderung meistert der 21-Jährige bravourös, wenn er auch gesanglich bisweilen auch an seine Grenzen stößt. In Balladen wie »Da war einst ein Traum« beeindruckt indes mit berührender Stimme vor allem Sabrina Ludwig, die die Verlobte Jekylls spielt. Für ein mitreißendes, stimmungsvolles Bühnenstück sorgt außerdem neben Licht- und Soundeffekten unter der Regie des am Stadttheater tätigen Martin Spahr auch ein von Musiklehrer Martin Ballmeier geleitetes 20-köpfiges Orchester. Karten sind erhältlich im »Punkt + Strich« am Kirchenplatz sowie im Internet: www.llg-musical-company.de. Schulleiterin Antje Mühlhans sprach allen Beteiligten ihren Dank aus – auch dem Musikförderverein, der die 17 000 Euro in Anspruch nehmende Schulproduktion maßgeblich finanziell unterstützt. srs

GA 10.11.2014

LLGMC GA NEUGießener Anzeiger 07.10.2013 - GIESSEN

MUSICAL Grandiose Darbietung von „Fame“ / Stimmiges Ensemble vermittelt viel Authentizität

(cz). Ein rasantes Tempo, das den Darstellern und der Band keine Verschnaufpause gönnte, eine spektakuläre Bühnenshow mit professionellen Videoeinspielungen, gepaart mit schauspielerischen Höchstleistungen – das alles verschmolz am Samstagabend zu einer rundum gelungenen Aufführung des Musicals „Fame“ in der Turnhalle des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums (LLG).

Die Handlung von „Fame – das Musical“ basiert auf dem Film von Alan Parker „Fame – der Weg zum Ruhm“ aus dem Jahr 1980 (Remake 2009) und war der Auftakt in die grandiose Karriere von Irene Cara. Erzählt wird die Geschichte eines Jahrgangs an der New Yorker High School of Performing Arts von der Aufnahmeprüfung bis zum Abschlusskonzert. Und genau darin lag auch der Kniff des Stücks: Die Darsteller, allesamt Schüler und Schülerinnen oder Ehemalige der Schule, brachten ihre eigenen Empfindungen und Erfahrungen im schulischen Alltag mit seinen Sorgen und Nöten in das Stück ein. Unverbrauchte Stimmen mit unbändiger Spielfreude spielten ein Stück ihrer eigenen Wirklichkeit – dem Schulalltag. Das schaffte Authentizität, die glaubhaft rüberkam. Dabei war es eine weise Entscheidung, die Texte auf Deutsch sprechen zu lassen und die Songs in Englisch singen zu lassen. Unter der Regie von Martin Spahr, seinem Assistenten Max Kunze und der Choreografie von Theresa Gehring hatte sich durch die intensive Probenarbeit ein in sich stimmiges Ensemble herausgebildet, das sowohl die anspruchsvollen Gesangspartien wie auch die anstrengenden Choreografien rundum gelungen ablieferte. Hierbei fügten sich die Solodarsteller nahtlos in das Gesamtensemble ein und verstärkten den Eindruck einer gelungenen Gesamtleistung aller.

Eine eigene zwölfköpfige Band unter der Leitung von Martin Ballmeier (mit Unterstützung von Johannes Adamietz) spielte die Musik live ein, und das hinter einer großen Leinwand, auf der entsprechend zu den Szenen Videos eingespielt wurden. Dies erforderte ein Höchstmaß an Konzentration für alle, da es keinen direkten Kontakt zum Dirigenten gab und die Sänger ihn nur auf einem Bildschirm sahen.

Nicht minder wichtig sind die vielen Helfer hinter der Bühne, die punktgenau den schnellen Auf- und Umbau reibungslos organisierten und für das rechte Licht, Technik, Maske und Requisiten sorgten. Rund ein halbes Jahr hatte die neu gegründete Musical-Company des Gymnasiums an dem Projekt „Fame“ gearbeitet. Das Ergebnis beweist, dass sich das Engagement gelohnt hat. Weitere Vorstellungen finden statt am Dienstag, 8. Oktober, Donnerstag, 10. Oktober, und Samstag, 12. Oktober, jeweils um 20 Uhr, sowie am Freitag, 11. Oktober, 11 Uhr, und am Samstag, 12. Oktober, 14 Uhr, jeweils in der Turnhalle A.

Gießener Anzeiger 07.10.2013

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