Zwei Teams beim Roboter-Regionalwettbewerb

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Zwei Teams des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums beim Roboter-Regionalwettbewerb der First Lego League in Wenden
Der Zuschauerraum liegt im Dunkeln. Nur der vordere Teil des Raums ist mit starken Scheinwerfern hell erleuchtet. Hier stehen links und rechts jeweils zwei Spieltische aneinander. Darauf eine grüne Fläche mit schwarzen Linien und dazwischen Legoaufbauten die Wasserleitungen, Brunnen, Rohre, Tore und Gullideckel repräsentieren. Der Aufbau wird über eine riesige Leinwand übertragen. Auf der Bühne ist eine Count-Down-Uhr zu sehen: 2:30 zeigt sie in roten Ziffern an. Noch ist alles ganz ruhig.

Das war die Szenerie in der Aula der Gesamtschule Wenden, Austragungsort des Roboter-Regionalwettbewerbs der First Lego League. Für den jährlich, weltweit stattfindenden Wettbewerb sind ausschließlich Lego-Roboter zugelassen. Die Aufgabenstellung trug dieses Jahr den Titel "Hydrodynamics" und drehte sich rund um das Thema Wasser. Am Samstag, den 09. Dezember 2017 traten hier im Sauerland insgesamt 9 Teams an, mit Namen wie "attraktiv und preiswert", "Frobots", "Elite Robots" oder "Power Robots". Vom Landgraf-Ludwigs-Gymnasium waren "GI-Robot" und "GInoid" (insgesamt 13 Schüler aus den Klassen 9c und 9d) vertreten. Unterstützt wurden sie von zwei Schülern der E-Stufe (Franziska Bodenmüller und Jan Thölke) sowie ihrem Informatik-Lehrer Martin Fritsch.

Vormittags hatten alle Teams zunächst ihre Ergebnisse zum Forschungsauftrag präsentiert, für den sie über zwei Monate hinweg zu einer selbst entwickelten Fragestellung - beispielsweise wie man Wasser aufbereiten kann - geforscht und Lösungsansätze entwickelt hatten. Weiterhin mussten sich die Schüler im Teamspiel behaupten, in dem sie spontan eine ihnen gestellte Kooperationsaufgabe lösten. Schließlich präsentierten sie in der Kategorie "Robot Design" den Schiedsrichtern des Wettbewerbs die Bauweise und Programmierung ihres individuellen Lego-Roboters, welchen sie entsprechend der diesjährigen Aufgabenstellung im Vorfeld entwickelt hatten.
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Um 13:30 Uhr begannen dann die "Robot Games" in der Aula – das Highlight des Roboter-Wettbewerbs. Geschäftigkeit und gespannte Aufmerksamkeit verdrängten die bisherige Ruhe aus dem Raum. Ein Moderator rief immer zwei Teams an die Spieltische, die in einem Match parallel antraten. Sie mussten mit ihren Robotern verschiedene Aufgaben rund um das Thema Wasser lösen. Eine Minute war Zeit, um den Roboter auf dem Spielfeld auszurichten. Danach galt es, Gefäße zu transportieren, Rohrleitungen auszutauschen, Feuerwehrautos zu bewegen und symbolisch Brände zu löschen, und das in genau den zweieinhalb Minuten, die die Uhr auf der Bühne für alle sichtbar rückwärts zählte. Manch ein Roboter erledigte drei bis vier Aufgaben in einer Fahrt, andere waren weniger effizient oder verhakten sich auf dem Spielfeld.

Ein überlegenes Robotermodell ließ sich nicht identifizieren. Zwei Grundformen waren ausgeprägt: ein kleines und wendiges Modell mit drei Rädern und eine größere quaderförmige Variante, die stabiler schien und mehr Aufbauten zuließ. Die Aufbauten waren vielfältig: Zu sehen waren lange und kurze Arme, Haken, Schaufeln oder Ladeflächen - alles ausschließlich aus Legoteilen zusammengesteckt. Während der Matches konnten zwei Teamvertreter die Aufbauten je nach Aufgabe in der Startzone - Base genannt - ändern: Da wurde in Windeseile zusammengesetzt, umgesteckt, an- und abgebaut und das entsprechende Programm auf dem Prozessor des Roboters gestartet. Wer eine Aufgabe erledigte, bekam dafür Punkte, wer den Roboter auf dem Spielfeld berührte, kassierte Strafpunkte. So konnte es gegen Ende der Zeit durchaus sinnvoll sein, den Roboter einfach auf dem Feld stehen zu lassen, um Punktabzug oder gar eine negative Punktbilanz zu vermeiden. Die Schiedsrichter werteten jedes Match aus und ermittelten die Sieger.

Roboter Wettbewerb 2017Gegen 15:30 Uhr traten schließlich der Newcomer "Elite Robots" und der mehrfache Vorjahressieger "attraktiv und preiswert" im Finale der Robot Games gegeneinander an. Doch auch nach dem letzten Durchgang blieb es noch länger spannend, welches Team den Regionalwettbewerb gewonnen und sich somit für die nächste Ebene der First Lego League qualifiziert hatte. Der Hauptschiedsrichter ließ es sich auch nicht nehmen, die Teilnehmer vor der Siegerehrung noch ein bisschen auf die Folter zu spannen. Er beschrieb ausführlich, wie der Gullideckel auf dem Feld zu drehen gewesen wäre. Damit löste er ein Rätsel, dessen Lösung keinem Team gelungen war. Den Gesamtsieg bestimmten schließlich die Punkte aus insgesamt 5 Kategorien: Forschungspräsentation, Teamspiel, Robot Design, Robot Games und Team-Sonderpreis. Den Titel als Sieger nahmen die Elite Robots mit nach Hause. Von den beiden Gießener Teams belegte GInoid Platz 5 und GI-Robot Platz 7. Als besonderen Erfolg hat GInoid einen verdienten zweiten Platz bei der Kategorie Robot Design geholt.

Text von Sabine Schmax

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