"Schachmatt!" ertönte es mehrfach, wenn die Schüler der Schach AG des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums unter der Leitung von Thorsten Rohde ihren Gegner bezwungen hatten.

Im Jahr des Zweikampfes zwischen den Großmeistern Anand und dem weiter amtierenden Weltmeister Carlson, wollten auch die Schüler nicht zurückstecken.

Die Frankfurter Helmholtzschule richtete das diesjährige Qualifikationsturnier aus. Alle hessischen Schulmannschaften haben sich in solchen Turnieren zu qualifizieren, wenn sie das Finale um den Hessischen Schulmannschaftspokal erreichen wollen.

Die Schüler treten hierbei nach Altersgruppen getrennt gegeneinander an. Pro Partie verfügt jeder Spieler über 15 Minuten Bedenkzeit. Die fünf gegeneinander antretenden Mannschaften, zwei aus Frankfurt, eins aus Rüsselsheim, eine aus Kelkheim und die des LLG, lieferten sich ein Kopf an Kopf rennen.

Nach einem spannenden letzten Spiel hieß es dann 2:2 unentschieden. Ein halber Punkt fehlte schlussendlich, so dass es für die Qualifikation zum Finale dieses Jahr leider nicht reichte. Mit sechs gewonnen Spielen, sog. Brettpunkten, zeigten sich die Gießener aber zufrieden und motiviert, es im nächsten Jahr wieder zu versuchen.

Vortrag des Soziobiologen Professor Doktor Voland am LLG

Auf Einladung der Fachschaft Ethik besuchte der renommierte Soziobiologe am 9. Juli 2014 das LLG und hielt einen Vortrag vor etwa 50 interessierten OberstufenschülerInnen des Ethikkurses von Herrn Brckalo und der Religionskurse von Herrn Mann und Herrn Rührup.

Zwei Kernthesen stellte er dabei dem Auditorium vor. Zunächst versuchte er ausführlich nachzuweisen, dass die Genese der Moral evolutionsbiologisch erklärbar sei. Menschliche Moral baue auf subhumanen Vorgaben, die man schon bei Menschenaffen und anderen Tieren beobachten könne. Außerdem sei sie mit der „gen-egoistischen“ Sicht moderner Evolutionstheorie kompatibel. Verkürzt lautet seine These, dass moralisches Verhalten erstens arterhaltend sei und zweitens zur genetischen Disposition des Menschen (und anderer Tiere) gehöre. Er bricht an dieser Stelle bewusst mit der gängigen Vorstellung, moralisches Verhalten sei das Ergebnis eines rationalen Prozesses.

Dem ihm und seinen Kollegen häufig entgegenbrachten Vorwurf, dass dann Moral nicht legitimierbar sei, kam er mit seiner zweiten These zuvor: Moral sei grundsätzlich nicht letztbegründbar. Wissenschaftlich könne nur erforscht werden was ist, niemals, was sein soll. Sonst würde man den naturalistischen Fehlschluss begehen und vom Sein aufs Sollen schließen. Unterstützend für diese These zog er noch das „Münchhausen-Trilemma“ des Kritischen Rationalismus heran.

Gerade aufgrund seiner provokanten letzten These entbrannte im Anschluss an seinen Vortrag eine lebhafte Diskussion. Aufgrund der zahlreichen Wortbeiträge der Schüler und Lehrer blieb Herr Voland spontan eine halbe Stunde länger und antwortete ausführlich auf alle Fragen und Einwände, bevor er von den Schüler mit einem kräftigen Applaus verabschiedet wurde.

 

Am 26.11 besuchte unseren Grundkurs Politik auf Einladung von Herrn Rohde ein Jugendoffizier der Bundeswehr. Kapitänleutnant Dennis Knöll aus Wetzlar hielt hierbei einen Vortrag über die aktuelle sicherheitspolitische Lage auf unserem Planten, machte kurze Exkurse in Sicherheitsbedrohungen unserer Zeit und zeigte uns auf, wie die Bundeswehr als Parlamentsarmee in den Auslandseinsatz kommt. Aktuell befindet sich die Bundeswehr in über einem Dutzend Auslandseinsätzen mit insgesamt knapp 3300 Soldaten. Herr Knöll vertiefte hierbei den ISAF-Einsatz in Afghanistan, ein Einsatz der im Dezember dieses Jahres nach 13 Jahren und 53 gefallenen deutschen Soldaten zu Ende geht und aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage ein wenig aus dem Fokus gerückt ist. Hierbei machte Herr Knöll deutlich, dass der Staat Afghanistan zwar grundsätzlich besser dasteht, als es 2001 der Fall war. Dennoch verdeutlichte Knöll, dass es noch ein langer Weg zu einer erfolgreichen gesellschaftlichen Stabilisierung sein wird. Diesbezüglich scheint auch ein weiteres militärisches Engagement in Afghanistan über 2014 hinaus erforderlich, um hier einen Beitrag zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte zu leisten, wie es aktuell im Bundeskabinett beschlossen wurde. So werden ab 2015 vermutlich bis zu 850 deutsche Soldaten weiter ihren Dienst in Afghanistan leisten.

Herr Kapitänleutnant Knöll schloss mit dem Appell sich zudem stets über die Position im Klaren zu sein, aus der wir als Deutschland auf die Welt gucken. Eine Welt, in der es vielerorts eine völlig andere Lebensrealität gibt, als wir sie tagtäglich erleben.

Ein Bericht über das Mint-Ec Camp Batterietechnologie von Eliana Bohn (Q3)

Vor den Sommerferien bekam ich die Anfrage von meiner Tutorin Frau Dr. Lehr, ob ich Lust hätte bei dem Mint-EC Camp Batterietechnologie in Münster mitzumachen. Nach kurzer Überlegung entschied ich mich dafür, auch wenn ich mit dem Thema in dem Sinne erstmal wenig anfangen konnte. Schlussendlich war es dann soweit: Am Montag den 15. September 2014 ging es los. Leiter des Camps waren Johannes Brattke (Mint-Veranstalter) und Berndt Dresse, ein Gymnasiallehrer eines Gymnasiums in Münster
Am Anreisetag bekamen wir, nachdem alle im Hostel im Nordviertel der Stadt Münster eingecheckt waren, eine Stadtführung, welche sehr interessant gestaltet war. Darauf folgte, ein gemeinsames Abendessen und Kennenlernen im Hostel. Von Anfang an verstand sich unsere Gruppe sehr gut und es deutete sich schon dort ab, dass wir einen starken Gruppenzusammenhalt aufbauen würden.
Am Dienstag, folgte für mich einer der spannendsten Tage der Woche. Gemeinsam fuhren wir zum MEET (Münster Electrochemical Energy Technology), dem Batterieforschungszentrum der Universität Münster. Nach einer Einführung, wurden wir auf 2 Gruppen aufgeteilt und durften in verschiedene Bereiche des Instituts tiefer eintauchen. So begann die eine Gruppe mit dem Bau von Pouch-Zellen im Trockenraum,

während die andere Gruppe am Bau von Knopfzellen im normalen Labor arbeitete. Nach einer gewissen Zeit wurden die Gruppen dann getauscht. Nebenbei erfuhren wir vieles über die Forschung selbst, über die möglichen Studiengänge und wie solche Batterien funktionieren und an welchen Modellen (z.B. Superkondensatoren, aber auch normalen Batterien) stark geforscht wird, um sie für die Zukunft zu optimieren. Nach einem langen und spannenden Tag gingen wir abends gemeinsam noch bowlen.
Zum Institut für Wirtschaftschemie ging es am Mittwoch. Dort wurde es theoretischer als am Vortag, aber nicht weniger spannend. Neben längeren Vorträgen über Analysen von Märkten und Vermarktung, durften wir in 4 Gruppen aufgeteilt, eine Fallstudie (Elektromobilität bei BMW, Audi, Tesla und Renault) bearbeiten und diese mithilfe einer Präsentation vorstellen und vermarkten. Zum Schluss bekamen wir Feedbacks zu unseren Präsentationen und Verbesserungsvorschläge für weitere Präsentationen in naher und ferner Zukunft. Nachmittags hatten wir frei, welchen die meisten nutzten, um das schöne Wetter am Aasee zu genießen.
Der Abschluss folgte am Donnerstag, den 18. September 2014, welcher im Technotrans in Sassenberg stattfand. Technotrans ist ein Unternehmen, welches sich auf Kühlungssysteme aller Art spezialisiert hat und ist dementsprechend sehr wichtig für die Batterietechnologie und auch für die Anwendung im Bereich der Elektromobilität, welche noch am Anfang der Forschungen und Techniken steht. Neben der Vorstellung des Unternehmens und dem Erklären, wie solche Kühlungssysteme funktionieren, durften wir uns auch das Unternehmen, u.a. Lagerhalle, Montagehalle und Büros, ansehen. Gegen Mittags endete dann das Camp und die Heimreise begann, mit einer fast schon schmerzhaften Verabschiedung von der Gruppe, da wir am Ende eine eng zusammengeschweißte „Forscherteam“ waren.

Wer mich jetzt fragen würde, ob ich so ein Camp noch einmal mitmachen würde, würde ich sagen: „Ja, definitiv!.“ Ich kann diese Mint-EC Camps nur empfehlen. Sie bringen einem Erfahrungen in Bereichen, die man so in der Schule nicht hat, und zu dem erfährt man, was Gruppendynamik und -arbeit wirklich bedeutet. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass unsere Schule solche Veranstaltungen noch viel mehr empfiehlt und fördert, so dass immer mehr Schüler, die ein Interesse an Naturwissenschaften haben, eine solche Möglichkeit wahrnehmen können.

LLG Theater-AG glänzt mit Eigenproduktion „Gold ist, was glänzt!“

GIESSEN - (hsc). Eine witzige, flotte Theaterpremiere erlebten die Besucher des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums am Samstag. Die Theater AG präsentierte ihre Eigenproduktion „Gold ist, was glänzt!“ in der präzisen, geschlossenen Inszenierung von Rolf Bernhardt. Keine leichte Aufgabe, so ganz ohne Kulissen die leere Bühne zu bespielen. Doch das vergaß der Betrachter ziemlich schnell. Das stattliche Ensemble glänzte mit großer Konzentration und ebensolcher Flüssigkeit des Ablaufs sowie sehr ansprechendem Timing. Die Gruppe hat das Stück selbst entwickelt. Die Geschichte des Königreichs Akazia lief locker ab, in dem die pflanzliche Droge namens Herbalipro für durchgehend gute Stimmung des Volkes sorgt.

Gold-01Witzige Dialoge und eine sympathisch flotte, noch dazu textsichere Umsetzung ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Überraschend ausdrucksvoll zeichneten die Darsteller ihre Figuren – ihren Fähigkeiten entsprechend natürlich, aber das Engagement war ausnahmslos groß. Zudem gab’s reichlich schöne Einfälle. Das Fernsehen Akaziens bringt immer eine „Aktuelle Kamera“ (schön auf den absurden Punkt: Linda Büchele als Sprecherin), und als die Volksdroge alle ist, setzt im Herrschaftshaus schnell Panik ein.

Vor allem jedoch sind schöne Typen dabei, der leicht zerstreute Professor Saputo etwa (prima: Nico Strobel), eine herrische Propagandaministerin (eindrucksvoll dominant: Esther Lang) und eine angenehm grantige Königinmutter (Ann-Kathrin Schulz). Allen voran als König Pippo XI. legt Christopher Jungk eine routinierte Vorstellung hin. Prima sind auch die eingespielten TV-Werbespots, klugerweise sehr knapp und dadurch prägnant gelungen. Insgesamt ein kurzweiliger, humorvoller und von seiner expressiven Substanz her sehr ansehnlicher Schultheaterabend. Riesenbeifall.

GA, 29.9.2014

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