Am Montag, den 29. April 2013, fand am LLG für die Ethikschüler der Klasse 8 der Workshop Zivilcourage satt. Geleitet wurde dieser von den Teamerinnen Susanne Heyn und Simone Arians der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank in Frankfurt. Eingebettet war dieser Projekttag in die schulischen Aktivitäten im „Trialog der Kulturen“, die seit einigen Jahren am LLG mit Unterstützung der Herbert-Quandt-Stiftung durchgeführt werden.

IMGP6933Das Pulverfass „Naher Osten“ ist zuletzt wieder durch den Konflikt in Syrien im Zentrum der weltweiten Aufmerksamkeit. Immer ist hierbei auch der Staat Israel und die israelische Politik dem kritischen Blick der Medien ausgesetzt. Dies ist für Dr. Gabriel Nick, langjähriger Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Giessen, immer wieder eine Motivation, seine Sicht auf die Krisenregion zu erläutern.

Auf Einladung von Thorsten Rohde, Lehrer am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium, sprach Nick mit angehenden Abiturienten unter anderem über die israelische Rolle im syrischen Bürgerkrieg. Nick stellte klar, dass der arabische Frühling durchaus zu einem arabischen Herbst werden könne, sollten sich in Libyen, Ägypten und Syrien die Islamisten durchsetzen.

Ebenso wurde kontrovers über die israelische Politik gegenüber den Palästinensern diskutiert. Hierbei betonte Nick, dass auch der Bau der Sperranlage legitim sei, wenn so palästinensischer Terror verhindert werden könne. Man solle in Deutschland nicht vergessen, dass militärische Einsätze Israels doch meist Reaktionen auf vorangegangene Attacken terroristischer Palästinenser oder der Hizbollah seien.

Nick stellte klar, dass er sich durchaus daran störe, wenn in deutschen Medien das Bild des „bösen Israeli“ entstünde, der die Friedensbemühungen im Nahen Osten torpediere. Vielmehr sei auf arabisch-palästinensischer Seite keine Bewegung zu einer Reanimierung des Friedensprozesses zu erkennen. Besonderen Wert legte Nick darauf, dass es vor 1948 nie „Palästinenser“, sondern ausschließlich Araber gegeben habe. Seiner Meinung nach, ist der Name ein Konstrukt, ein politischer Kampfbegriff. Dieser soll die Integration der betroffenen Menschen, von denen viele in den Nachbarländern Israels leben, in die dortigen Gesellschaften unmöglich machen. Auf diese Weise, so Nick, entziehen sich die arabischen Regierungen der Verantwortung für diese Menschen und halten den Konflikt am kochen.

Auch die innenpolitischen Spannungen in Israel, die zum Beispiel zu starken Konflikten zwischen religiösen und säkularen Juden führten, wurden angesprochen. Nick äußerte hier seine großen Sorgen über den wachsenden Einfluss der Orthodoxen.
Die Schüler waren trotz des wenig optimistischen Fazits ihres Gastes dankbar für die Diskussion. „Einen so persönlichen Einblick in den Konflikt kann uns schließlich kein Lehrer bieten“, schloss dann auch einer der Teilnehmer.

Beim Landesfinale Hessen von „Jugend debattiert“ am 19.4.13 im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks erreichte Johannes Volkmann den zweiten Platz und qualifizierte sich damit für die Finalrunden am 14. und 15.6.13 in Berlin. In Hessen haben insgesamt knapp 19000 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb teilgenommen. Jeweils zwei Schüler pro Bundesland sind für die Finalrunden qualifiziert. Die Finaldebatten in Berlin finden in Anwesenheit des Bundespräsidenten statt, der auch die Schirmherrschaft des Wettbewerbs inne hat.

 

 

 

Klasse 8c des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums unter den Preisträgern des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung

Die Jury der Bundeszentrale für politische Bildung war beeindruckt: Die Schülerinnen und Schüler Klasse 8c des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums haben sich mit ihrem Beitrag zum Schülerwettbewerb nicht nur viel Arbeit gemacht. Ihr Thema „Denkmal“ hat sie offensichtlich intensiv beschäftigt und zu großer Kreativität angespornt. Die Anstrengung wurde jetzt mit einem Preis belohnt: 150 Euro fließen in die Klassenkasse.

IMGP6891

„Alle haben toll mitgemacht – das Thema hat die Schüler sehr bewegt,“ freut sich Lehrer Thorsten Rohde. „Die Klasse hat dabei eine ganze Menge gelernt – welche Funktion Denkmäler haben und wie sich diese in der Zeit wandelt.“

Die aus umfassenden Recherchen und Expertengesprächen stammenden Informationen wie auch die sorgfältig ausgewählten Illustrationen hat die Klasse zu einer Hausarbeit zusammengestellt und nach Bonn geschickt.

Die Konkurrenz, gegen die sich die Gießener mit ihrem Beitrag durchsetzen konnten, war riesig. Mehr als 60.000 Jugendliche der 5. - 11. Jahrgangsstufen aus Deutschland und Österreich haben beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2013 mitgemacht. Über 3.000 im Team erarbeitete Projektergebnisse waren zu bewerten. Die Jury setzte sich aus Fachlehrkräften sowie Mitarbeitern einiger Kultusministerien zusammen.

Der angesehene Schülerwettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, möchte wichtige Themen in die Schulen hinein tragen, methodische Anstöße geben und so die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer unterstützen.

 

 

 

Johannes Volkmann (16) und Benedikt Blumenstiel (17) gewannen bei dem diesjährigen Landesentscheid von Jugend forscht den Sonderpreis für Umwelttechnik.

In Anwesenheit der hessischen Kultusministerin Nicola Beer würdigte die Jury ihr Projekt „Brikettierung von Laub“ als einen Beitrag zur Energiewende. Jeden Herbst fallen große Mengen an Straßenlaub an, die von Stadtreinigungen und Bürgern aufgesammelt und kompostiert werden. Die beiden Oberstufenschüler entwarfen mit Hilfe der Jugendwerkstatt Gießen eine manuell betriebene Maschine um dieses Laub zu Briketts zu verarbeiten.

  • BLU_VOLK_0000
  • BLU_VOLK_0001
  • BLU_VOLK_0002
  • BLU_VOLK_0003
  • BLU_VOLK_0004
  • BLU_VOLK_0005
Mit diesen Briketts kann, ähnlich wie bei Holzpellets, geheizt werden. So kann ein bisheriges Abfallprodukt energetisch sinnvoll und CO2-neutral genutzt werden, zumal die Asche der weiterhin als Dünger nutzbar bleibt. Bereits auf Regionalebene überzeugte die Idee im Fachgebiet Technik. In dem seit 1965 jährlich stattfindenden Wettbewerb präsentieren hunderte Jugendliche aus ganz Deutschland ihre Innovationen in sieben Fachgebieten.

Am 22. Februar fand in der Aula der Goetheschule Wetzlar der Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ statt.

In der Altersstufe I ( Klassen 8 u. 9 ) lautete die Debattenfrage „Sollen Jugendliche erst ab 12 Jahren Mobiltelefone besitzen und benutzen dürfen?“ In dieser Altersstufe waren nur Schülerinnen und Schüler des LLG angetreten, nämlich Emanuel Herrendorf, Karl Friedrich Pfeffermann, Shanna Schmall und Annalena Sinn. Hier setzten sich Annalena Sinn ( 1. Platz ) und Emanuel Herrendorf ( 2. Platz ) durch und qualifizierten sich damit für die Landesebene.

Das Thema für die Sekundarstufe II lautete: „Sollen Sportler, die in einer deutschen Nationalmannschaft antreten, bei Sportveranstaltungen verpflichtet sein, die Nationalhymne laut und vernehmlich mitzusingen?“ Die Debatte wurde hier ausgetragen unter den Schulsiegern der Verbundschulen Goetheschule Wetzlar, Theo-Koch-Schule Grünberg, Friedrich-Feld-Schule Gießen und LLG. Es waren dies Merle Uhl, Juliane Elsner, Jonas Damm und Johannes Volkmann. In dieser Runde konnten sich für die Landesebene qualifizieren: Johannes Volkmann, LLG ( 1. Platz ) und Jonas Damm, FFS ( 2. Platz ).

Siegerfoto JD13-1

Wir gratulieren!

Unterkategorien

SummerSchool

Hochbegabung logoGeschichtswettbewerbLogo JugendDebattiert
Mint claim
jugend forscht logo
schulegesundlogo
COMENIUS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Please publish modules in offcanvas position.